Managementbewertung
Anforderungen (Klauseln 4–10)
Klausel 9.3 – Managementbewertung
Die Managementbewertung (Management-Review) ist der Moment, in dem die oberste Leitung persönlich auf das ISMS schaut. In geplanten Abständen (üblich: mindestens jährlich) bewertet sie dessen fortdauernde Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit.
9.3.2 Eingaben (Inputs)
Die Norm schreibt vor, welche Themen das Review behandeln muss:
- Status der Maßnahmen aus früheren Managementbewertungen;
- Änderungen bei externen und internen Themen, die das ISMS betreffen;
- Änderungen bei den Erfordernissen interessierter Parteien;
- Rückmeldungen zur Sicherheitsleistung: Nichtkonformitäten & Korrekturmaßnahmen, Messergebnisse, Auditergebnisse, Erreichung der Ziele;
- Rückmeldungen interessierter Parteien;
- Ergebnisse der Risikobeurteilung und Status des Behandlungsplans;
- Möglichkeiten zur fortlaufenden Verbesserung.
9.3.3 Ergebnisse (Outputs)
Die Ergebnisse müssen Entscheidungen enthalten zu:
- Möglichkeiten der fortlaufenden Verbesserung;
- jeglichem Änderungsbedarf am ISMS (Ressourcen, Ziele, Politik …).
Diese Entscheidungen sind verbindlich und werden als dokumentierte Information festgehalten. So fließt das Review direkt in Klausel 10 – den „Act"-Teil – ein.
Der Kreis schließt sich
Messung (9.1) ┐
Audit (9.2) ├──► Management-Review (9.3) ──► Entscheidungen
Risiken/Ziele ┘ │
▼
Verbesserung (Klausel 10) ──► zurück zu PLAN
Mehr als ein Pflichttermin
Auf dem Papier ist das Review eine Sitzung. In Wahrheit ist es der strategische Steuerungspunkt des ISMS: Hier entscheidet die Leitung über Budget, Prioritäten und Kurskorrekturen. Ein gutes Review ist datengetrieben (Kennzahlen, Trends) statt ein bloßes Abnicken von Folien.
Wer führt die Managementbewertung nach 9.3 durch?