Datenträger (df, du, mount)
Pakete, Datenträger & Netzwerk
Speicher im Blick behalten
Eine volle Festplatte ist eine der häufigsten Ursachen für abstürzende Dienste und Fehlermeldungen. Deshalb solltest du wissen, wie du den Speicherplatz prüfst, Datenträger anzeigst und einbindest. Unter Linux ist alles in einen einzigen Verzeichnisbaum integriert, der bei / (Root) beginnt – es gibt keine Laufwerksbuchstaben wie unter Windows.
df: freier Speicher pro Dateisystem
df (disk free) zeigt, wie viel Platz auf den eingebundenen Dateisystemen belegt ist. Mit -h (human-readable) werden die Größen lesbar (GB statt Blöcke):
$ df -h Dateisystem Größe Benutzt Verf. Verw% Eingehängt auf /dev/sda2 234G 180G 42G 82% / /dev/sda1 511M 12M 499M 3% /boot tmpfs 7,8G 1,2M 7,8G 1% /run
Achte auf die Spalte Verw%: Steigt sie Richtung 100 %, wird es Zeit aufzuräumen.
du: was belegt den Platz?
Wenn df einen vollen Datenträger meldet, hilft du (disk usage) beim Aufspüren der Speicherfresser. Besonders praktisch ist du -sh (summarized, human-readable) für ein Verzeichnis:
$ du -sh /var/log 1,4G /var/log $ du -sh * | sort -rh | head # größte Ordner zuerst 8,2G videos 1,4G downloads 640M projekte
lsblk: Datenträger und Partitionen
lsblk (list block devices) zeigt alle physischen Datenträger und ihre Partitionen als übersichtlichen Baum – ohne dass du root sein musst:
$ lsblk NAME SIZE TYPE MOUNTPOINTS sda 240G disk ├─sda1 512M part /boot └─sda2 239G part / sdb 16G disk └─sdb1 16G part /mnt/usb
mount und umount
Ein Datenträger wird erst nutzbar, wenn er in den Verzeichnisbaum eingehängt (gemountet) wird. Externe Datenträger werden im Desktop oft automatisch gemountet; manuell geht es so:
# mount /dev/sdb1 /mnt/usb # einhängen # umount /mnt/usb # aushängen $ mount | grep sdb # prüfen, was wo hängt
Wichtig: Hänge einen USB-Stick immer mit umount aus, bevor du ihn abziehst – sonst können Daten verloren gehen, weil sie noch im Cache liegen.
/etc/fstab: dauerhaft einbinden
Damit ein Datenträger bei jedem Start automatisch gemountet wird, trägst du ihn in /etc/fstab ein. Jede Zeile beschreibt ein Dateisystem:
# Gerät Mountpoint Typ Optionen dump pass UUID=abc-123 /daten ext4 defaults 0 2
| Befehl | Zweck |
|---|---|
df -h | freier Speicher je Dateisystem |
du -sh PFAD | Größe eines Verzeichnisses |
lsblk | Datenträger & Partitionen |
blkid | UUIDs der Partitionen |
Hinweise & Sicherheit
Verwende in /etc/fstab die UUID statt /dev/sdb1, denn Gerätenamen können sich nach einem Neustart ändern (die UUID nicht). Ein Tippfehler in der fstab kann den Bootvorgang blockieren – teste neue Einträge mit mount -a, bevor du neu startest. Achte bei vollen Datenträgern besonders auf /var/log und /tmp; wie du Logs begrenzt, liest du unter Logs. Den allgemeinen Systemzustand überwachst du unter System-Monitoring.