Editoren (nano, vim)
Text, Pipes & Filter
Texteditoren im Terminal
Auf Servern arbeitest du oft ohne grafische Oberfläche – dann brauchst du einen Terminal-Editor, um Konfigurationsdateien oder Skripte zu bearbeiten. Die beiden wichtigsten sind nano (einsteigerfreundlich) und vim (mächtig, aber gewöhnungsbedürftig).
nano – der einfache Einstieg
nano startest du mit dem Dateinamen. Du tippst sofort los wie in einem normalen Editor:
$ nano datei.txt
Am unteren Rand zeigt nano die wichtigsten Befehle. Das Zeichen ^ steht für die Strg-Taste:
| Tastenkürzel | Funktion |
|---|---|
Strg + O | Speichern („write Out“) |
Strg + X | Beenden |
Strg + W | Suchen |
Strg + K | Zeile ausschneiden |
Strg + U | Einfügen |
Beim Beenden mit ungespeicherten Änderungen fragt nano nach. Das macht ihn sehr sicher für Anfänger.
vim – die Modi verstehen
vim verwirrt zunächst, weil er Modi hat. Du tippst nicht einfach los! Die wichtigsten Modi:
- Normalmodus (Start): Tasten sind Befehle, kein Text wird eingefügt. Mit Esc kommst du immer hierher zurück.
- Einfügemodus: Mit
ibetreten, jetzt tippst du normal Text. - Befehlszeile: Mit
:(Doppelpunkt) für Befehle wie Speichern.
Speichern und Beenden in vim
:w speichern :q beenden :wq speichern und beenden :q! beenden OHNE zu speichern (Änderungen verwerfen) ZZ speichern und beenden (Kurzform)
Die klassische Falle: Man landet im vim und kommt nicht mehr heraus. Die Lösung: Esc drücken, dann :q! eingeben und Enter.
Grundbefehle im Normalmodus
| Befehl | Wirkung |
|---|---|
i | Einfügemodus vor Cursor |
dd | Zeile löschen |
yy | Zeile kopieren |
p | Einfügen |
u | Rückgängig |
/wort | nach „wort“ suchen |
Wie speicherst und beendest du vim?
Hinweise & Sicherheit
Für den Einstieg genügt nano völlig. vim lohnt sich, wenn du häufig auf Servern arbeitest. Bearbeitest du Systemdateien wie /etc/sudoers, nutze die spezialisierten Werkzeuge (visudo) – sie prüfen die Syntax. Lege vor größeren Änderungen an wichtigen Konfigurationen immer eine Sicherungskopie an.